Sie sind hier: Aktuelles » 1 Jahr Traumahilfe für Flüchtlingskinder
Jetzt online spenden!

Spendenkonto

Commerzbank AG Dresden
IBAN: DE80 8508 0000 0520 1500 00
BIC: DRESDEFF850

Spenderservice-Tel.

0351 4678 - 0
(Festnetz: Übliche Festnetzpreise, Mobilfunkhöchstpreis: max. 42 ct/min.)

1 Jahr Traumahilfe für Flüchtlingskinder

Durch zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung und das Auftreten des DRK Sachsen als Benefizpartner beim SemperOpernball 2016 wurde das Projekt zur Hilfe traumatisierter Kinder- und Jugendlicher in den Erstaufnahmeeinrichtungen möglich. Wie wurde bisher geholfen?

279 Kinder und Jugendliche wurden in den EAE in Leipzig, Einsiedel, Chemnitz, Grillenburg und Dresden therapeutisch betreut. In Krisensprechstunden und in Sitzungen mit Maltherapie wurden die Kinder in die Lage versetzt, über belastende Momente zu sprechen und Gefühle zu äußern. Die Eltern der Kinder wurden in den Prozess ebenfalls eng eingebunden. Die Therapeuten hatten dadurch die Möglichkeit, akuten Behandlungsbedarf zu erkennen und eine ggf. notwendige Weiterbehandlung in einem geeigneten Umfeld zu organisieren, welches unter den Bedingungen der Erstaufnahme nicht gegeben ist.

In Dresden konnte eine Kunsttherapeutin für die Traumahilfe gewonnen werden, welche wöchentlich mit den Kindern in Zusammenarbeit mit den Therapeutinnen an der Aufarbeitung der Traumata durch eine Maltherapie beteiligt ist. In der Weihnachtszeit wurde darüber hinaus eine Bastelwerkstatt mit Tonarbeiten angeboten.

Zur Betreuung in den kommunalen Unterkünften nach dem Transfer wurden Unterlagen für Ärzte und Therapeuten zusammengestellt bzw. direkt Kontakt aufgenommen um die Kinder und Jugendlichen weiter zu versorgen.

Das Projekt wird auch in 2017 fortgesetzt.

Hintergrundwissen:

Insbesondere Kinder sind besonders vulnerabel in Krisensituationen. Erfahrungen aus der Nothilfeeinsätzen z.B. nach dem Erdbeben in Haiti 2010 zeigen das bis zu 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen Probleme aufgrund von Gewalterlebnissen oder Verlust von Angehörigen aufweisen. Als Folge dessen wurden bei Kindern besonders Angststörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Post-traumatische Belastungsstörungen beobachtet.

Nach der Ankunft in Deutschland müssen sich die Familien zuerst auf Aufgaben wie Asylantrag, Deutsch lernen und Integration in den Arbeitsmarkt konzentrieren. Eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse kommt dabei zu kurz. Es werden daher zukünftig viele Kinder und auch Erwachsene erwartet die unter Traumafolgen wie chronischen Schlafstörungen, Depression und post-traumatischen Belastungsstörungen leiden werden.

Siehe auch unsere Pressemitteilung April 2016 und am Februar 2016.

27. Januar 2017 16:05 Uhr. Alter: 58 Tage