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DRK-Flüchtlingshilfe 2015/16 und aktuell

Rückblick Flüchtlingsherausforderung 2015/16

Auch das DRK Sachsen wurde im Sommer 2015 durch den großen Flüchtlingszustrom überrascht. Als verlässlicher Partner des Freistaates im Katastrophenschutz, war es schnell klar, dass der DRK Landesverband und seine Kreisverbände nach Kräften an der Bewältigung dieser humanitären Notlage mitwirken.

Die Logistik

Mithilfe des THW wurden Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) manchmal über Nacht in einen arbeitsfähigen Zustand versetzt. Die Mittel der Katastrophenschutzvorhaltung wurden ausgeschöpft. Bei der logistischen Herausforderung, welche diese Kapazitäten jedoch bei Weitem übertraf, halfen der DRK-Bundesverband und andere nationale Rotkreuz-Gesellschaften (Amerikanisches Rotes Kreuz). Die Beschaffung von Zelten, Betten, Decken, Hygienematerial und vielem mehr sorgten dafür, dass Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf, einen Schlafplatz und eine Hygiene-Grundausstattung bekamen.

Schlafsaal in der Sporthalle der TU Dresden

Die Erstaufnahmeeinrichtungen

Insgesamt entstanden so rund 30 EAE: als Zeltstädte, in Leichtbauhallen, in ehemaligen Baumärkten, Fabrikgebäuden, Universitäts-Sporthallen und vielen weiteren Gebäude, die eine Interimsnutzung erfuhren. Gerade die Universitäten, aber auch die Bundeswehr leisteten wertvolle personelle und organisatorische Unterstützung für die EAE, welche an ihren Standorten errichtet wurden. Das DRK stand seinerseits auch anderen Hilfsorganisationen mit Know-How, mit Software für die Registrierung und Logistik zur Seite.

Die Helfer

Das DRK Sachsen konnte gerade in der Krisensituation im Sommer 2015, als EAE fast im Tagestakt erstanden fest auf sein Ehrenamt bauen. Die engagierten Ehrenamtlichen aller fünf DRK-Gemeinschaften, angeleitet von den verlässlichen hauptamtlichen Strukturen, sorgten in einer großen Kraftanstrengung dafür, dass die humanitäre Notlage in Sachsen nicht zu einer humanitären Katastrophe wurde. Unterstützt wurde das DRK dabei von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die als sogenannte freiwillige ungebundene Helfer in die strukturierte Hilfe des DRK integriert werden konnten. Insgesamt 4.150 Ehrenamtliche und Ungebundene waren Tag und Nacht im Einsatz.

Essensausgabe in der Turnhalle der TU Dresden

Kraftakt humanitäre Nothilfe

Bis zum Abebben des Zustroms an Flüchtlingen im Frühjahr 2016 und schließlich dem Rückbau der EAE hatte sich das DRK Sachsen um die Betreuung von rund 80 Prozent, der in Sachsen aufgenommenen Flüchtlinge gekümmert. Rund 55.000 Flüchtlinge wurden dabei insgesamt innerhalb eines Jahres betreut - zu Spitzenzeiten hielt das DRK Sachsen eine Kapazität von rund 13.000 Plätzen in den EAE vor.

Lesen Sie hier die Zahlen und Fakten in unseren drei Auflagen "HILFEkompakt - Flüchtlingshilfe" nach:

Die Flüchtlingshilfe Stand 01/2017

Aktuell unterhält das DRK mit seiner Tochtergesellschaft der Humanitären Nothilfe GmbH noch drei EAE mit einer Gesamtkapazität von rund 2.250 Flüchtlingen. Die beiden großen EAE befinden sich in Dresden. Daneben unterhält das DRK eine kleinere Einrichtung in Grillenburg.

  • Die EAE in der Hamburger Straße in Dresden: untergebracht im ehemaligen Technischen Rathaus der Stadt Dresden - wurde strukturell beständig über 1 Jahr lang erweitert und optimiert. Im Resultat ist eine Einrichtung entstanden, die in anbetracht der Umstände, als Referenzobjekt in Sachsen gelten kann. Die EAE bietet Kapazität für rund 1.600 Flüchtlinge.
  • Die EAE in der Bremer Straße in Dresden: die ehemalige Zeltstadt wurde im Hebst 2015 aufgelöst. Auf dem Gelände wurden im Frühjahr 2016 Leichbauhallen errichtet. Mit dem entsprechenden Planungsvorlauf und den zahlreichen Erfahrungen, die das DRK und die Landesdirektion Sachsen in der strukturellen Ausgestaltung von EAE, gesammelt hatte, konnte auch hier eine Vorzeigeeinrichtung installiert werden. Die EAE bietet Kapazität für rund 550 Flüchtlinge.
  • Die EAE in Grillenburg war die erste Einrichtung des DRK in Sachsen - errichtet in einer ehemaligen Forst-Fachschule. Sie ist für rund 100 Flüchtlinge ausgelegt, und vor allem Frauen und Familien als Rückzugsort vorbehalten.

Gesellschaftliche Unterstützung

Konzert in einer EAE

Durch das tatkräftige ehrenamtliche Engagement zahlreicher bürgerschaftlicher Initiativen, Vereine und Kulturbetriebe unterhält das DRK mittlerweile ein dichtes Netzwerk an Unterstützern in der Flüchtlingshilfe. Diese Unterstützung greift überall dort, wo die Hilfe über die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge hinausgeht: u.a. Lern- bzw. Sprachkurse, Spiel-, Sport-, Musikangebote sowie kulturelle Freizeitangebote, besondere Handarbeits-Angebote für Frauen. Das DRK bietet den Unterstützern in den EAE die zeitlichen und räumlichen Voraussetzungen, um ihre Angebote umzusetzen. Bei Angeboten, die extern stattfinden, hilft das DRK dabei, dass die Flüchtlinge die notwendigen Informationen erhalten.