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II. Exemplarische Darstellung der Beschaffenheit einer Erstaufnahmeeinrichtung (EAE): das Zeltcamp auf der Bremer Str. 25
Mit Hilfe der Sächsischen Zeitung entstand am 12. August 2015 eine Luftbildaufnahme der ersten großen Erstaufnahmeeinrichtung in Sachsen, welche aufgrund des humanitären Notfalls quasi über Nacht errichtet wurde und bis in den Oktober 2015 bis zu 1.100 Flüchtlinge beherbergte. Die Aufnahme verdeutlicht überblickshaft, wie das Interim für die Flüchtlinge durch das DRK organisiert wurde. Diese Darstellung der Organisation einer Erstaufnahmeeinrichtung ist exemplarisch für den grundsätzlichen Aufbau einer EAE - je nach Art und Platzbeschaffenheit ergeben sich jedoch Differenzierungen, was die genaue Ausgestaltung der einzelnen Bereiche betrifft.
1. Die Wartezone "Bushaltestelle"

Wie ein Bahnhof mit Wartehalle funktioniert das Zelt. Hier landen alle Asylbewerber, die neu ankommen oder später in andere Unterkünfte abreisen.

2. Welcome Center

DRK-Mitarbeiter erfassen die persönlichen Daten der Neuankömmlinge, weisen ihnen Schlafplätze und geben jedem ein Armband. Darauf ist ein Barcode vermerkt, der bei der Essenausgabe, der Wäschereinigung und für Transporte gebraucht wird.

3. Kleiderkammer

Hier werden individuelle Kleiderpakete ausgegeben. Die Asylbewerber können beispielsweise ihren Bedarf an Unterwäsche, Socken und Hosen in ihrer Größe melden. Aus Spenden wird dann alles zusammengestellt.

4. Campleitung

Campleitung für einen geregelten Ablauf in der Zeltstadt. In dem Doppelstockcontainer finden auch Einsatzbesprechungen statt.

5. Security Zentrale

In dem Container wird der Einsatz der Sicherheitsleute koordiniert. Sie bewachen das Tor, kontrollieren am Einlass und laufen Streife auf dem Gelände der Zeltstadt.

6. Informationstafel

In mehreren Sprachen können Flüchtlinge ablesen, wann ihre Kleidung aus der Wäsche zurück ist oder der Bus zur Erstuntersuchung nach Chemnitz fährt. In den Listen stehen ihre individuellen Barcodenummern.

7. Wohnraum

In 37 Zelten leben die Flüchtlinge. Zwischen den Zelten sind Ladestationen aufgebaut worden, damit die Bewohner den Kontakt zu ihrer Familie per Handy halten können.

8. Kinder- & Familienzelt

Für die Kleinsten des Camps gibt es ein Extra-Zelt für die Tagesbeschäftigung mit Buntstiften, Spielzeug und einem kleinen Planschbecken. Familien haben hier einen Rückzugsort.

9. Sanitätscontainer

DRK-Mitarbeiter helfen bei einfachen Verletzungen direkt im Camp. Im DRK-Gebäude um die Ecke sind inzwischen mehrere Praxen eingerichtet, in denen ehrenamtliche Ärzte die Flüchtlinge behandeln.

10. Sanitärcontainer

In Containern befinden sich feste Dusch- und Toilettenanlagen mit Wasseranschluss. Die Anlagen sind nach Geschlechtern getrennt. Zusätzlich gibt es im Camp viele Spender mit Desinfektionsmittel für die Hände.

11. Essensausgabe

An zwei Punkten werden Essen und Getränke zu festen Zeiten und gestafelt ausgeteilt. Die Essenslieferung erfolgt durch einen externen Caterer. Ein Speiseplan gibt Überblick über das Tagesangebot.

12. Freizeitbereich Umweltzentrum

Direkt gegenüber des Camps wurde ein Park vom Umweltzentrum für die Flüchtlinge geöffnet. Diese können sich dort ins schattige Grüne zurückziehen, mit Spielzeug und Betreuung für die Kleinen.