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Liga der Freien Wohlfahrtspflege legt Wohlfahrtsbericht 2016 vor

Hinter dem Titel "Teilhabe beginnt im Kopf – Herausforderungen der Inklusion" steht das Kernthema des Berichtes - Chance auf mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung nutzen.

Unter dem Titel „Teilhabe beginnt im Kopf - Herausforderungen der Inklusion“ veröffentlichte die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen am 6.3.2017 ihren Wohlfahrtsbericht. Darin stellen die sächsischen Wohlfahrtsverbände die Lebenswirklichkeiten von Menschen mit Behinderung ausgewählten Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention gegenüber. Das Fazit: In Sachsen bleibt der Handlungsbedarf groß.

„Auch acht Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in unserem Land eine große Baustelle. Sachsen muss nun die Chancen des neuen Bundesteilhabegesetzes nutzen, um den Freistaat auch für Menschen mit Behinderungen lebenswerter zu gestalten“, fordert Oberkirchenrat Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen und derzeitiger Liga-Vorsitzender, mit Blick auf die nun zu gestaltenden Landesregelungen.

Das Bundesteilhabegesetz ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der UN-BRK. So stärkt es unter anderem den rechtlichen Anspruch von Menschen mit Behinderung auf eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, regelt ein Budget für Arbeit, ermöglicht die künftige sukzessive Schonung des Privatvermögens und setzt das lange überfällige Herauslösen der Eingliederungshilfe aus der Sozialhilfe um.

Der Liga-Vorsitzende betont vor diesem Hintergrund: „Sachsen muss nun Gestaltungswillen zeigen und zukunftsweisende Landesregelungen auf den Weg bringen. Zentrales Element muss dabei ein Hilfebedarfsermittlungsverfahren sein, das die Menschen und ihr weitgehend selbstbestimmten Lebens in dem Blick nimmt. Wer schon an dieser Stelle nur durch die Kostenbrille blickt, verwehrt über 390.000 sächsischen Bürgern die Chance auf vollumfängliche Teilhabe.“

Viele Zugänge zu echter Teilhabe sind Menschen mit Behinderungen immer noch versperrt oder stehen ihnen nur bedingt offen. Hürden bestehen beispielsweise beim Zugang zum Gesundheitssystem, zur inklusiven Bildung, zur Teilhabe am Arbeitsleben oder bei der eigenen Elternschaft. Informations- und Kommunikationsangebote sind oft noch nicht barrierefrei.

Den Bericht zum Download finden Sie auf der Seite der Liga.

6. März 2017 14:34 Uhr. Alter: 23 Tage