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    FAQs

    Vorbereitung von Impfungen durch mobile Impfteams

    Seit dem 27.12.2020 finden Corona-Impfungen durch die mobilen Impfteams in vollstationären Pflegeeinrichtungen des Freistaates Sachsen statt. Die Impfteams werden ausschließlich durch das Führungs-/Lagezentrum bzw. die Impfzentren eingesetzt.

    An dieser Stelle möchten wir Sie hinsichtlich der Vorbereitung dieser Impftermine informieren. Bitte lesen Sie dazu die untenstehenden FAQs. Diese sind in drei Bereiche eingeteilt: grundlegende Fragen, Fragen zur Vorbereitung und Fragen zum Impftermin und zum Ablauf. Die Informationen werden laufend erweitert und aktualisiert.

    Darüber hinaus stellen wir Ihnen die Unterlagen, die Sie zur Vorbereitung für den Impftermin in Ihrer Einrichtung benötigen, zur Verfügung.  

    Grundlegende Fragen

    • Welche Einrichtungen oder Personen werden geimpft?

      Gemäß nationaler Impfstrategie werden stationäre Pflegeeinrichtungen / Pflegeheime und Personen über 80 Jahren prioritär geimpft. Die Mobilen Impfteams sind bestrebt, so viele Personen wie möglich an einem Impftermin einzubeziehen. Daher ist es denkbar, auch eingestreute Plätze der Kurzzeitpflege oder eines angegliederten Betreuten Wohnens mit einzubeziehen. Das Verfahren ist im Vorfeld mit dem zuständigen Impfzentrum im entsprechenden Landkreis abzustimmen. Dabei ist auch die Organisation und Anwesenheit zum zweiten Impftermin nach 21 Tagen mitzudenken.

    • Wer wird geimpft und welche Ausschlussgründe gibt es?

      Geimpft werden alle in der Einrichtung lebenden oder tätigen Menschen. Dazu gehört neben den Bewohnern auch das Personal, unabhängig vom Einsatzbereich, inklusive aktuell in der Einrichtung tätiger Azubis und Praktikanten sowie externes, regelmäßig in der Einrichtung tätiges Personal wie Therapeuten oder Reinigungsdienst. Grundsätzlich sind die Impfteams bestrebt, so viele impfwillige Personen wie möglich einzubeziehen.

      Der derzeitig vorliegende Impfstoff ist zugelassen für Personen ab 16 Jahren, die noch nicht an Covid-19 erkrankt waren. Es sind bisher keine Nachteile / Gefährdungen zu erwarten, wenn Menschen nach einer (unwissentlichen) Infektion geimpft werden. Personen die nachweislich, d.h. durch einen PCR-Test gesichert, an Covid-19 erkrankt waren, werden nicht geimpft. Dabei ist bislang unerheblich, wie lange die Erkrankung zurückliegt, wie intensiv der Verlauf war oder welche Menge an Antikörpern im Nachgang festgestellt wurde.

      Wenn aber das Zurückstellen und wieder Einbestellen bzw. Aufsuchen von Genesenen beispielsweise in Senioren- oder Altenpflegeheimen logistisch schwierig ist, sollten - wenn ausreichend Impfstoffdosen vorhanden sind - alle im Heim Lebenden oder Tätigen eine Impfung angeboten bekommen, auch die Genesenen.

      Daher gilt insbesondere hinsichtlich der Einsätze der mobilen Impfteams, um möglichst viele Impfwillige in die Impftermine einbeziehen zu können, derzeit folgender Umgang mit überstandener Covid-19 Infektion:

      • Aktuell mit dem Coronavirus Infizierte werden nicht geimpft.
      • In den letzten 3 Monaten infizierte Personen sollen nicht geimpft werden.
      • Alle bereits infizierten Personen, bei denen die Infektion länger als 3 Monate her ist können geimpft werden.

      Die Entscheidung, ob eine Impfung durchgeführt wird, obliegt dem Impfarzt.
      Es besteht kein Impfzwang! Wer am Impftermin die Impfung ablehnt, wird nicht geimpft (auch wenn vorab eine Zustimmung durch den gesetzlichen Betreuer gegeben wurde).

      Für weitere Versorgungsbereiche wird das weitere Vorgehen eng mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Wir bitten um etwas Geduld.

    • Welcher Arzt führt die Impfung durch?

      Um das Verfahren zu beschleunigen, raten wir, dass Sie als stationäre Einrichtung kooperierende Hausärzte / Heimärzte anfragen (einen oder mehrere, beispielsweise wenn ein Hausarzt nur seine eigenen Patienten impfen möchte). Dies unterstützt auch das Vertrauen während des Impfvorganges.

      Sollte sich kein Hausarzt der Bewohner bereiterklären, können Sie dies gegenüber dem zuständigen Impfzentrum im entsprechenden Landkreis signalisieren. Dieses fragt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen an, welche dann den Impfarzt stellt. Denkbar ist auch der Einsatz von Ärzten im Ruhestand. Dies ist mit der KVS abzustimmen.

    • Erhalten die Ärzte eine Vergütung?

      Ja, die impfenden Ärzte schließen eine Vereinbarung, einschließlich Regelungen zur Vergütung und Haftung, mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen.

       

    • Wird erwartet, dass eine bestimmte Anzahl Pflegefachkräfte aus der Einrichtung das Impfteam bei der Impfung unterstützt (über die Logistik der Zuführung der zu impfenden Personen hinaus)?

      Nein, diese generelle Erwartung besteht nicht. Das Personal des Mobilen Impfteams ist im Impfablauf routiniert (ein eingespieltes Team) und um effiziente Abläufe bemüht. Je nach Größe der Einrichtung kann die zusätzliche personelle Unterstützung durch das Heim mit dem zuständigen Impfzentrum im entsprechenden Landkreis abgesprochen werden.

    • Ist der Datenschutz gewährleistet?

      Patientendaten / personenbezogene Daten werden nicht durch das zuständige Impfzentrum im entsprechenden Landkreis und dem dazugehörigen Mobilen Impfteam erhoben. Dies erfolgt durch den jeweiligen Impfarzt bzw. durch ärztliches Personal. Das Mobile Impfteam erhebt lediglich die Anzahl der Impfwilligen.
       

    • Was passiert, wenn eine geimpfte Person sich im Zeitraum zwischen den Impfungen infiziert?

      Dann wird mit einem milden Verlauf der Erkrankung gerechnet, da der Körper durch die Impfung bereits Antigene gebildet hat. Außerdem ist das Ansteckungsrisiko für andere Personen minimiert.

      Erfolgt in diesem Fall dennoch die zweite Impfung? Die medizinischen Voraussetzungen der Impffähigkeit werden im Rahmen der zweiten Impfung ebenfalls sorgfältig durch den Impfarzt geprüft.

       

    • Gelten veränderte Hygienemaßnahmen für geimpfte Personen (regelmäßiges Tagen eines Mund-Nasen-Schutzes, Quarantäne, …)?

      Das Vorgehen wird derzeit gesellschaftlich breit diskutiert. Aus juristischer Sicht dürfen weder geimpfte noch ungeimpfte Personen benachteiligt werden.

       

    Vorbereitung

    • Was muss konkret vorbereitet werden?

      Die Einrichtung übernimmt die Organisation eines Impfarztes / Impfärztin (oder mehrere) aus dem Kreis der Hausärzte. Parallel sollten nach Möglichkeit rechtzeitig vor dem Impftermin jeweils das Aufklärungsmerkblatt sowie der Anamnese- und Einwilligungsbogen an die zu impfenden Personen (Bewohner, Betreuer, Mitarbeiter) ausgehändigt werden. Darüber hinaus sind geeignete Räumlichkeiten vorzubereiten: Erforderlich sind zwei nebeneinanderliegende Räume - einer für die Impfdosisvorbereitung, einer für die Impftauglichkeitsuntersuchung und die Impfung. Zudem ist eine direkte (oder nahegelegene) Möglichkeit zum Händewaschen wünschenswert. Sofern nicht zwei beieinanderliegende Räume zur Verfügung stehen, ist es möglich einen großen Raum zu teilen. Auch das Einrichten mehrerer Impfbereiche auf den jeweiligen Wohnbereichen ist denkbar. Der Einzelfall ist mit dem Mobilen Team des zuständigen Impfzentrums im entsprechenden Landkreis abzustimmen.

       

    • Welche Unterlagen müssen zum Impftermin vorliegen?
      • elektronische Gesundheitskarte (Chip-Karte)
      • Impfpass (bei Nichtvorliegen wird eine Ersatzbescheinigung ausgestellt)
      • Aufklärungsmerkblatt
      • Anamnese- und Einwilligungsbogen
      • ggf. Betreuungsbescheinigung

      Der Anamnese- und Einwilligungsbogen mit Unterschrift durch den Impfwilligen oder Betreuer / Bevollmächtigten muss schriftlich im Original zur Impfung vorliegen. Ohne Einverständnis wird nicht geimpft - dies gilt für den zweiten Impftermin gleichermaßen. Sollte die Entscheidung zur Impfung erst später fallen, ist auf die stationären Impfzentren zurückzugreifen.

      Das Impfteam behält die Unterlagen am Impftermin ein. Dem Patienten werden Abschriften von Unterlagen, die er im Zusammenhang mit der Aufklärung oder Einwilligung unterzeichnet hat, ausgehändigt.

      Übersicht und Downloadmöglichkeit der Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungsbogen zur COVID-19-Impfung vom Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Aufklaerungsbogen-Tab.html 

    • Sind Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente gültig, wenn diese zum Zeitpunkt der Impfung unterschrieben, jedoch nicht in der aktuellen Version vorliegen?

      Die verwendeten Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente bleiben auch bei einer nachträglichen Aktualisierung durch die Bundesebene gültig, wenn diese bereits an Bewohner bzw. Betreuer/Bevollmächtigte oder die Beschäftigten versandt wurden und die unterschriebenen Unterlagen in der Einrichtung vorliegen. Die Verwendung der aktualisierten Dokumente zur Aufklärung und Einwilligung ist nur dann erforderlich, wenn diese noch nicht an die Betreuer/ Bevollmächtigten, Bewohner oder Beschäftigten gegeben wurden.

    • Ist zum 2. Impftermin eine erneute Aufklärung und Einwilligung notwendig?

      Information der Sächsischen Landesärztekammer zur Aufklärung:

      "Das durch das RKI zur Verfügung gestellte Impfmerkblatt klärt ausdrücklich über die Impfung mit zwei Injektionen im Abstand von drei bzw. vier Wochen auf. Es ist daher ausreichend, wenn vor der ersten Impfung die Aufklärung zunächst über das Merkblatt erfolgt. Dabei ist darauf zu achten, dass jeweils die aktuellste Fassung verwendet wird. Vor der Impfung muss eine ärztliche Anamnese erfolgen und der Impfling (oder ggf. der Bertreuer) muss die Möglichkeit haben, Fragen mit einem Arzt zu klären. 

      Die Unterschrift der Impfeinwilligung umfasst die erste und die zweite Impfung, eine erneute Unterschrift vor der zweiten Impfung ist nicht erforderlich. Vor der zweiten Impfung muss in jedem Fall ein Arzt für Fragen zur Verfügung stehen. Dieser muss auch über eventuell neue Erkenntnisse zu Nebenwirkungen aufklären. Selbstverständlich ist vor der zweiten Impfung ein kurzes Anamnese-Update notwendig und die Klärung, ob direkt nach der Erstimpfung oder in der Zwischenzeit Beschwerden aufgetreten sind. Auch die Frage, ob eine Schwangerschaft möglich ist, muss ggf. vor der zweiten Impfung erneut gestellt werden."

      Das Anamnese-Update erfolgt anhand des Anamnesebogens. Bitte halten Sie diesen für den 2. Impftermin bereit.

      Stand: 20.01.2021 

    • Muss die Pflegeeinrichtung am Impftermin Material zur Verfügung stellen?

      Nein. Eine Materialliste informiert darüber, welches Material mitgebracht wird - letztendlich ist dies jegliches für die Impfung erforderliche Material. Dies ist ggf. für den Impfarzt interessant. Selbst ein mobiler Internetzugang (Gigacube) kann mitgebracht werden, sofern dies erforderlich ist.

       

    Impftermin und Ablauf

    Benötigte Unterlagen

    Übersicht und Downloadmöglichkeit der Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungsbogen zur COVID-19-Impfung vom Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Aufklaerungsbogen-Tab.html 

    Stand: 25. Februar 2021

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