Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Resilienzstärkung der sozialen Einrichtungen im Umgang mit den Folgen der Klimakrise

Ansprechperson

Frau
Julia Henschel

Tel: 0351 4678-141
j.henschel(at)drksachsen(dot)de

Klimawandel in der Wohlfahrt

Der menschengemachte Klimawandel ist auch in Sachsen zunehmend spürbar. Extreme Wetterereignisse wie Hochwasser, Starkregen, Hitzewellen und andere Naturkatastrophen stellen besonders für vulnerable Bevölkerungsgruppen – wie ältere Menschen, Pflegebedürftige, Kranke, Kleinkinder, Obdachlose oder Geflüchtete – eine erhebliche Bedrohung dar. Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen, mit seinen rund 1.000 sozialen Einrichtungen, steht diesen gefährdeten Menschen täglich zur Seite. Viele von ihnen können sich nicht ausreichend selbst helfen. Um die Unterstützung auch in Zukunft sicherzustellen, ist die Entwicklung von Konzepten im Umgang mit den Folgen des Klimawandels sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen unerlässlich. Haben Sie beispielsweise Notfallpläne für Stromausfälle oder krisenbedingte Evakuierungen geübt? Gibt es ein einrichtungsbezogenes Hitzeschutzkonzept? Für Beratungen zu Anpassungsmaßnahmen, die Ihnen und Ihren Mitarbeitenden sowie den Klientinnen und Klienten den Umgang mit Wetterextremen erleichtern, wenden Sie sich gern an mich. 

Förderprojekt „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“

Laufzeit vom 01.11.2024 - 31.10.2026

Im Rahmen des zweijährigen Projekts soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen gestärkt werden. Gleichzeitig wird der Grundstein für eine nachhaltige Resilienzsteigerung dieser Einrichtungen im Umgang mit den Folgen der Klimakrise gelegt. Ein zentrales Anliegen des DRK ist es, einen transformativen Prozess innerhalb des Verbandes anzustoßen und die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu fördern.

Für die Erreichung der Ziele sind folgende Maßnahmen geplant:

  1. systematische Analyse der Betroffenheit der sozialen Einrichtungen in Sachsen
     
  2. Einrichtung einer "Steuerungsgruppe Klimaanpassung" im DRK Sachsen zur Koordination von Maßnahmen und Prozessen  zwischen dem Landes- und den Kreisverbänden
     
  3. Sensibilisierung und Wissensvermittlung der Kreisverbände und Einrichtungen, angepasst an den Entwicklungsstand
     
  4. Vernetzung zwischen den Kreisverbänden und Partnerinnen sowie Partnern, um gemeinsamen die Herausforderung der  Klimaanpassung zu bewältigen
     
  5. Erstellung eines Praxis-Guides zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen.

Neuigkeiten

· Klimaanpassung
Zunehmende Extremwetterereignisse als Folge des Klimawandels zwingen uns zum Handeln. Soziale Einrichtungen, ihr Personal und ihre Klienten und Klientinnen sind oft besonders stark von Hitzewellen und Starkregen betroffen.
· Klimaanpassung
Der Klimawandel stellt soziale Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Extremwetterereignisse nehmen zu und erfordern angepasste Strukturen und Konzepte, um Menschen zu schützen. Doch wie kann Klimaanpassung in der Praxis gelingen?

Der Hitze-Warner

Hohe Temperaturen in Innenräumen stellen im Sommer eine große Belastung dar. Viel trinken, Ruhezeiten, luftige Kleidung und der Aufenthalt in kühleren Räumen des Gebäudes gehören zu wichtigen Sofortmaßnahmen. Hier kommt der im ExTrass-Projekt* entwickelte Hitze-Warn-Aufkleber ins Spiel. Dabei handelt es sich um einen Aufkleber mit aufgebrachter Thermochromfarbe, welche bei hohen Temperaturen verschwindet und den Warnhinweis freigibt. Ab einer Raumtemperatur von 28°C warnt der Hitze-Warner gut sichtbar vor hoher Hitzebelastung. Durch die deutliche Bildsprache warnt der Aufkleber barrierefrei vor dem Risiko. Das Personal in den sozialen Einrichtungen sieht ebenfalls auf den ersten Blick, ob ein Raum sich besonders stark aufheizt und kann Maßnahmen ergreifen.

Gebrauchsanleitung

Der Hitze-Warn-Aufkleber ist auf der Rückseite mit einer Klebefläche ausgestattet und kann auf eine Fläche wie der Zimmertür oder eine Tischplatte aufgeklebt werden. Der Aufkleber sollte an eine gut sichtbare Position geklebt werden, nicht jedoch in Bereichen mit direkter Sonneneinstrahlung, an der Heizung oder anderer Wärmequellen angebracht werden. Wenn Sie den Aufkleber nicht ankleben möchten, können Sie ihn auch auf den Tisch legen, dann kann er örtlich flexibel eingesetzt werden. 

Rechtliches

Das Design und der Druck der Hitze-Warner im DRK-Design ist im Projekt „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ entstanden und wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

*Weitere Informationen zum ExTrass-Projekt unter Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)

Tipps zum Schutz vor sommerlicher Hitze

Ausreichend trinken

Wasser und ungesüßte Getränke bevorzugen, auf koffein-, zucker- und alkoholhaltige Getränke verzichten. Nicht auf das Durstgefühl warten: Bei Hitze tagsüber alle 1 bis 2 Stunden ein Glas Wasser (0,2 Liter) trinken. Bei einem hohen Wasserbedarf können wasserreiche Speisen (Suppen, Salate, Obst, Joghurt usw.) zusätzlich sehr gut zu der Versorgung mit Flüssigkeit beitragen.

Mehrmals am Tag eincremen

Um die sonnenexponierte Haut zu schützen, muss Sonnenschutz regelmäßig erneuert werden. Ein Sonnenbrand stellt eine ernste Gefahr dar, akut und auch langfristig. Vermeiden kann man ihn, indem man sich eincremt, im Schatten aufhält, lange Kleidung trägt und die Zeit der intensivsten UV-Strahlung in Innenräumen verbringt (10 – 16 Uhr)

Ausführliche Informationen zu Erste Hilfe bei  Hitzschlag und Sonnenstich stellt das Deutsche Rote Kreuz bereit.

Kühle Orte aufsuchen

Den Aufenthalt in kühleren Räumen der Wohnung oder Einrichtung bevorzugen. Gruppenräume sollten in den kühlen Gebäudeteil verlegt werden. Viele Kommunen bieten zudem kühle Orte Karten an.

Sommerlicher Look

Lockere Kleidung hilft den Körper zu kühlen. Helle Farben sind nicht nur schick, sondern helfen uns auch durch die heißen Tage. Ein Hut schützt den Kopf vor starker Strahlung.

Ernährung anpassen

Leicht verdauliche, kalte Speisen sind bei Hitze wesentlich besser bekömmlich als schwere, salzhaltige Speisen. Kreativität und Neugier sind gefragt. Auf hochverarbeitete Lebensmittel sollte wenn möglich verzichtet werden.

Bewegung hält gesund

Bewegung, Reha-Angebote und Sport in die kühlen Morgenstunden oder den späteren Abend verlegen. 

Richtig Lüften

Morgens kühle Luft in den Innenraum lassen, dann die Fenster schließen, um Hitze draußen zu halten. Fenster vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, Am effektivsten ist außenliegender Sonnenschutz, aber auch Verdunklungsfolie oder Rollos halten Räume merklich kühler.

Medikamentenplan anpassen

Informationen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten im besten Fall im Vorfeld von einer Ärztin oder einem Arzt eingeholt werden. Viele Medikamente verlieren ab einer Lagertemperatur von 25°C ihre Wirksamkeit.

Sommertipps der DRK Wasserwacht

Am und im Wasser gelten dieselben Empfehlungen wie im Alltag, zusätzliche Risiken entstehen jedoch durch viel exponierte Haut. Eincremen wird hier noch wichtiger. Bei der Auswahl der Sonnencreme auf Nanopartikel und bestimmte chemische Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat zum Schutz der Wasserorganismen verzichten. Sonnencreme vor dem Baden immer einziehen lassen.
 

Kein Sonnenbrand am Badestrand. Kinder mit langer Kleidung vor schädlicher Strahlung schützen. Aufenthalt im Schatten bevorzugen und Kopfbedeckung tragen. 


Insektenstich – besser nicht. Beim Naschen auf Wespen- und Bienen achten. Erfolgt ein Stich in den Rachenraum sofort den Notarzt informieren und den Hals mit nassen Handtüchern kühlen.


Heißer Tee gegen klappernde Zähne. Vor dem Sprung ins Wasser abkühlen, um den Kreislauf zu schonen. Besonders Kinder kühlen beim Spielen im Wasser schnell aus. Bei Anzeichen von Unterkühlung heißen Tee bereithalten. Zusätzlich empfiehlt es sich, Nasse Kleidung auszuziehen. Nicht ohne Ausrüstung in tiefere Gewässer abtauchen, da der plötzliche Temperaturunterschied zum Kreislaufstillstand führen kann.


Kein Sprung ins Ungewisse. Sprünge von hohen Objekten in unbekannte Gewässer gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher. Das Tragen von Badeschuhen verhindert zudem Schnittwunden in trüben Uferbereichen.


Wasserwacht Sonnenschutzspray!

Ein praktischer UV-Schutz für unterwegs

Das Wasserwacht Sonnenschutzspray mit Lichtschutzfaktor 50 bietet zuverlässigen Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung. Dank der kompakten 50-ml-Größe und des mitgelieferten Bumpers mit verstellbarer Schlaufe lässt es sich bequem am Schlüsselbund, Gürtel oder Rucksack befestigen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie auf der Produktseite.

Hier geht es direkt zum Retterstore und zum Sonnenschutzspray

Weiterführende Links

Viele nützliche Tipps im Umgang mit Wetterextremen und deren Folgen finden sich auf der Seite der Klimaanpassung im 
Deutschen Roten Kreuz e.V. 
Klimaanpassung in der DRK-Wohlfahrt - DRK Wohlfahrt

Um die Klimaziele zu erreichen ist schnelles Handeln gefragt. Stellungnahme zum Klimawandel der Wohlfahrtsverbände (2026): 
Warum ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm für die Wohlfahrtsverbände entscheidend ist“ 
Anforderungen der Wohlfahrtsverbände zum Klimaschutzprogramm

Sie wollen alles über das Thema Klimawandelfolgen und Kindergesundheit wissen? Dann sind Sie im eLearning-Modul vom Deutschen Roten Kreuz e.V. zum Thema bestens aufgehoben 
(Keine Anmeldung notwendig). 
https://drk-lernplattform.de/mod/scorm/view.php?id=2532


Gefördert durch

„AnpaSo FSP 3: Schaffung einer Personalstelle für Beauftragte/r für Klimaanpassung im DRK Landes-verband Sachsen e.V." (Förderkennzeichen 67APS1535) wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen". Projektträger ist die ZUG (Zukunft - Umwelt - Gesellschaft) gGmbH.

Unser Selbstverständnis

Foto vom DRK Gesetz.

Aufgrund seiner besonderen Stellung als nationale Hilfsgesellschaft wurden dem DRK Aufgaben übertragen, die der Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat aus den Genfer Abkommen erwachsen.

Im Style Guide des DRK finden Sie alle Informationen zum Corporate Design – übersichtlich und zum Herunterladen. Dazu gehören nicht nur Richtlinien, sondern auch zahlreiche praktische Materialien: Logos, Vorlagen für Word und PowerPoint und vieles mehr.

Die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes bilden das Fundament unseres Handelns – weltweit und jederzeit. Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität leiten uns im Einsatz für Menschen in Not. Die Grundsätze stärken den weltweiten Zusammenhalt unserer Bewegung.

Eine Glühbirne wurde in einer Gedankenblase auf eine Schultafel gezeichnet. Das Bild steht symbolisch für Gedanken, Nachdenken oder Überlegen.

Über unser Hinweisgebersystem können alle Mitarbeitenden vertraulich und sicher Verstöße gegen Gesetze oder DRK-Richtlinien melden. Die interne Meldestelle wird extern von advoKIT Rechtsanwälten betrieben – Ihre Identität bleibt geschützt.

Die Verbreitung der Regeln des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes ist eine der Hauptaufgaben der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Im Rahmen des Projekts soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen gestärkt werden.

Viele Helferinnen und Helfer arbeiten in einer Zeltstadt für geflüchtete Menschen.

Das Komplexe Hilfeleistungssystem umfasst die vielseitigen Aufgabenfelder des Deutschen Roten Kreuzes. Das Gesamtpotenzial an Ressourcen und Fähigkeiten umfasst dabei etwa 140 verschiedene Tätigkeitsfelder.

Wir vom DRK sind Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.

DQS-Logo

Für das DRK in Sachsen ist die Arbeit nach einem einheitlichen Managementsystem selbstverständlich.

Foto vom DRK Gesetz.

Aufgrund seiner besonderen Stellung als nationale Hilfsgesellschaft wurden dem DRK Aufgaben übertragen, die der Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat aus den Genfer Abkommen erwachsen.

Im Style Guide des DRK finden Sie alle Informationen zum Corporate Design – übersichtlich und zum Herunterladen. Dazu gehören nicht nur Richtlinien, sondern auch zahlreiche praktische Materialien: Logos, Vorlagen für Word und PowerPoint und vieles mehr.

Die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes bilden das Fundament unseres Handelns – weltweit und jederzeit. Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität leiten uns im Einsatz für Menschen in Not. Die Grundsätze stärken den weltweiten Zusammenhalt unserer Bewegung.

Eine Glühbirne wurde in einer Gedankenblase auf eine Schultafel gezeichnet. Das Bild steht symbolisch für Gedanken, Nachdenken oder Überlegen.

Über unser Hinweisgebersystem können alle Mitarbeitenden vertraulich und sicher Verstöße gegen Gesetze oder DRK-Richtlinien melden. Die interne Meldestelle wird extern von advoKIT Rechtsanwälten betrieben – Ihre Identität bleibt geschützt.

Die Verbreitung der Regeln des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes ist eine der Hauptaufgaben der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Im Rahmen des Projekts soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen gestärkt werden.

Viele Helferinnen und Helfer arbeiten in einer Zeltstadt für geflüchtete Menschen.

Das Komplexe Hilfeleistungssystem umfasst die vielseitigen Aufgabenfelder des Deutschen Roten Kreuzes. Das Gesamtpotenzial an Ressourcen und Fähigkeiten umfasst dabei etwa 140 verschiedene Tätigkeitsfelder.

Wir vom DRK sind Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.

DQS-Logo

Für das DRK in Sachsen ist die Arbeit nach einem einheitlichen Managementsystem selbstverständlich.

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende Spenden