Auch wenn die Zahl neu ankommender Geflüchteter sinkt, bleibt die Beratung notwendig. Integration ist ein langfristiger Prozess: Menschen mit Migrationsgeschichte können in der Regel noch drei bis fünf Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland von der MBE beraten werden. Gerade in dieser Phase entstehen wichtige Fragen zu Arbeit, Ausbildung, Wohnen und gesellschaftlicher Teilhabe. Das gilt auch für Fachkräfte, die aus dem Ausland nach Sachsen kommen und hier dauerhaft leben und arbeiten möchten.
Die MBE trägt damit nicht nur zur individuellen Integration, sondern auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Fachkräftesicherung in Sachsen bei. Umso wichtiger sind verlässliche Beratungsstrukturen. Das DRK setzt sich mit aller Kraft weiterhin für den Erhalt bewährter Beratungsangebote ein – die Migrationsberatung ist auch und gerade in schwierigen Zeiten nötig, um den Rechtsstaat zu erhalten sowie soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dazu benötigen wir gesellschaftliche und politische Unterstützung. Notwendig ist eine auskömmliche, verlässliche und gesetzlich verankerte Regelfinanzierung – statt wiederkehrender Unsicherheit im Haushalt.
Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an:
DRK Landesverband Sachsen e.V.
Dr. Kai Kranich
E-Mail: k.kranich(at)drksachsen(dot)de
