Frau Lohmann, Geschäftsführerin der DRK Krankenhäuser in Chemnitz-Rabenstein und Lichtenstein, warnt vor dramatischen Folgen dieser geplanten Maßnahmen. Die wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland sei bereits heute äußerst angespannt. Mit dem GKV-Spargesetz sei eine weitere Verschärfung der finanziellen Krise mit erheblichen Auswirkungen auf die Patientenversorgung zu befürchten. Aktuell befinden sich die deutschen Krankenhäuser mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel durch die laufende Krankenhausreform. Auch die beiden sächsischen DRK-Kliniken in Chemnitz-Rabenstein und Lichtenstein haben sich frühzeitig auf den Weg gemacht, um den Strukturwandel aktiv positiv mitzugestalten. So wurden in den zurückliegenden Jahren bspw. knapp 30 Vertragsarztzulassungen im Rahmen von Medizinischen Versorgungszentren an den beiden sächsischen DRK-Krankenhäusern etabliert, um die ambulante Versorgung der Bevölkerung zu stärken und die Transformation von vollstationärer Leistung hin zu ambulanter Leistungserbringung zu unterstützen.
Gemeinsam mit den beiden Bundestagsabgeordneten wurde darüber diskutiert, dass zusätzliche Einsparungen und damit verbundene Einnahmeverluste auf Seiten der Krankenhäuser die ohnehin belasteten Einrichtungen an ihre wirtschaftlichen Grenzen bringen könnten. Den Kliniken würden finanzielle Mittel entzogen, die für die Umsetzung der Krankenhausreformen dringend benötigt werden.
Der Besuch fand in den neu eröffneten Räumlichkeiten des krankenhauseigenen Bildungszentrums statt. Mit den rund 450 Auszubildenden in den Berufen Pflegefachfrau / Pflegefachmann, Pflegehilfe und Physiotherapie ist es eine der größten Ausbildungseinrichtungen für medizinische Berufe in Sachsen. Der Leiter des Bildungszentrums, Herr Toralf Hetze unterstreicht die große Bedeutung der Bildungseinrichtung für die Nachwuchsgewinnung der Region und freut sich über die moderne Ausstattung des neuen Gebäudes, die die Grundlage für eine zukunftsweisende Ausbildung ermöglicht.
Neben diesen gesundheitspolitischen Themen stand im Mittelpunkt des Besuches jedoch insbesondere die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie hatte erst vor wenigen Wochen die anspruchsvolle Erstzertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums durch OnkoZert erfolgreich bestanden. Mit der erfolgreichen Zertifizierung komplettiert die Fachabteilung unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Jens Schnabel Ihre exzellente onkologische Fachexpertise.
Nora Seitz betont die Bedeutung der beiden Häuser in Chemnitz-Rabenstein und Lichtenstein: „Die DRK-Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Chemnitz und der Region Westsachsen. Als Teil des deutschlandweiten Netzwerks der Rotkreuz-Krankenhäuser stehen sie außerdem für moderne Medizin, regionale Verankerung und sind dabei eng in die Strukturen des Deutschen Roten Kreuzes auf Landes- und Bundesebene eingebunden.“
Den Besuch begleiteten sowohl mit Karolina Molter, Teamleiterin für Gesundheit und Altenhilfe und Tobias Pietsch, Referent politische Kommunikation zwei Vertreter des DRK Generalsekretariates als auch Dr. Kai Kranich, Pressesprecher des DRK Landesverbandes Sachsen. Seitens des DRK Krankenhauses nahmen neben Diana Lohmann und Toralf Hetze außerdem Falk Wagner, Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums an den beiden DRK Krankenhäusern, Chefarzt Dr. med. Frank Fröhlich, der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. med. Jens Schnabel, Chefarzt der Frauenklinik und Dr. med. Gunter Leichsenring, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe teil.
Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an:
DRK Landesverband Sachsen e.V.
Dr. Kai Kranich
E-Mail: k.kranich(at)drksachsen(dot)de
