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Medieninformation - Extreme Hitze wird zunehemnd zu einem Gesundheitsrisiko, weshalb das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen zum Hitzeaktionstag am 11. Juni über wirksame Schutzmaßnahmen infomiert.

Tagespflegeeinrichtung vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald in Luckenwalde: Mitarbeiter reicht einer Seniorin ein Glas Wasser. - 07.09.2023

„Auch in Sachsen treten heiße Tage und längere Hitzeperioden zunehmend häufiger auf. Viele Menschen unterschätzen die gesundheitlichen Risiken von Hitze. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kinder, ältere Menschen, wohnungslose Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Doch auch junge und gesunde Menschen können bei hohen Temperaturen schnell gesundheitliche Probleme entwickeln“, sagt Julia Henschel, Referentin Klimaanpassung beim DRK Sachsen.

Das DRK setzt in seinen Einrichtungen bereits zahlreiche Maßnahmen zum Schutz vor Hitze um. Dazu gehören angepasste Tagesabläufe in Kitas und Pflegeeinrichtungen, Verschattungskonzepte sowie die Förderung grüner Außenbereiche.

„In den heißesten Stunden des Tages vermeiden wir Aktivitäten im Freien. Gleichzeitig achten wir auf ausreichende Beschattung und möglichst naturnahe Außenanlagen. Viele dieser Maßnahmen lassen sich auch im privaten Umfeld umsetzen“, erklärt Hentschel.

Um gesundheitliche Belastungen durch Hitze zu vermeiden, empfiehlt das Rote Kreuz:

  • Direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengungen während der Mittagsstunden möglichst vermeiden.

  • Ausreichend trinken! Insbesondere Kinder und ältere Menschen sollten regelmäßig Flüssigkeit zu sich nehmen.

  • Kopf und Nacken mit einer geeigneten Kopfbedeckung schützen.

  • Säuglinge niemals direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.

  • Kinder möglichst im Schatten spielen lassen.

  • Während Hitzeperioden auf leichte und frische Verpflegung umsteigen.

Auch junge Menschen sind gefährdet

Wie schnell Hitze zum Gesundheitsrisiko werden kann, erleben die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK regelmäßig bei Musik- und anderen Großveranstaltungen.

„An besonders heißen Veranstaltungstagen hängen viele unserer Einsätze direkt mit Hitze und Flüssigkeitsmangel zusammen. Besonders junge Menschen überschätzen oft ihre Belastbarkeit. Dann füllen sich die Sanitätsstationen innerhalb kurzer Zeit“, berichtet Olaf Kühling vom DRK-Kreisverband Leipzig-Land und Einsatzleiter beim diesjährigen Highfield Festival.

Warnzeichen eines Hitzeschlags können unter anderem eine erhöhte Körpertemperatur, heiße und trockene Haut, Schwindel, Verwirrtheit, Erbrechen oder Krämpfe sein.

Erste Hilfe bei Hitzschlag

„Gerade bei einem Hitzschlag, wenn die Körperkerntemperatur oft über 40 °C und die Haut trocken ist, handelt es sich um einen akuten lebensbedrohlichen Notfall.“, erklärt Erste-Hilfe-Ausbilder Heiko Petzold vom DRK-Kreisverband Dresden.  

Das Rote Kreuz empfiehlt:

  • Sofort den Notruf 112 verständigen

  • Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung die stabile Seitenlage anwenden.

  • Betroffene aus der Sonne an einen schattigen oder kühlen Ort bringen.

  • Enge oder wärmende Kleidung lockern und für Luftzufuhr sorgen.

  • Den Körper aber auch Kopf und Nacken kühlen (handwarm temperiertes Wasser), beispielsweise mit feuchten Tüchern, kühlen Umschlägen oder vorsichtigem Fächeln.

  • Nur bei vollem Bewusstsein Getränke anbieten

  • Atmung und Bewusstsein bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kontinuierlich kontrollieren.

  • Ist keine normale sowie keine Atmung vorhanden, unverzüglich mit der Wiederbelebung (Reanimation 30:2) beginnen und den Anweisungen der Leitstelle (Telefonreanimation) folgen.

Wichtig: Ein Hitzschlag darf niemals unterschätzt werden. Auch wenn sich die betroffene Person zunächst wieder besser fühlt, ist eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich.

Zur besten Vorbereitung in allen Lebenslagen empfiehlt das Rote Kreuz regelmäßig einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs. 

 

Abkühlung im Wasser – aber sicher

An heißen Tagen suchen viele Menschen Erfrischung an Seen und Teichen. Dabei sollten mögliche Gefahren nicht unterschätzt werden.

„Fast 90% der Badestellen an Seen und Teichen in Sachsen werden nicht regelmäßig durch Wasserrettungskräfte überwacht. Deshalb ist es wichtig, besonders vorsichtig zu sein“, sagt Robert Wölk, Landesleiter der DRK-Wasserwacht Sachsen.

Vor dem Sprung ins Wasser empfiehlt die Wasserwacht, den Körper langsam abzukühlen. Der plötzliche Temperaturwechsel zwischen großer Hitze und kaltem Wasser kann den Kreislauf stark belasten.

Auch beim Sonnenschutz gilt besondere Vorsicht: Kinder sollten möglichst durch Kleidung, Kopfbedeckungen und Schatten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz wünscht allen Menschen in Sachsen einen gesunden und sicheren Sommer. Im Notfall sind die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK rund um die Uhr für die Bevölkerung da.
 


Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an:

DRK Landesverband Sachsen e.V.
Dr. Kai Kranich

E-Mail: k.kranich(at)drksachsen(dot)de

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