Ambulante_Pflege-Buehnenbild.jpg Foto: A. Zelck, DRK
QuartiersmanagementQuartiersmanagement

Sie befinden sich hier:

  1. Angebote
  2. Senioren und Pflege
  3. Quartiersmanagement

Quartiersmanagement

Leben wo man wohnt - veränderte Lebenslagen im Alter und der demografische Wandel erfordern neue Wege und Konzepte in der Versorgung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf. Stadtteil- bzw. gemeindeorientierte Ansätze der Sozialraumorientierung und Quartiersmanagement können gesellschaftliche Teilhabe und Versorgung gleichermaßen sicherstellen. Das Rote Kreuz in Sachsen entwickelt dafür Ideen und Angebote. 

Fachtag "Quartiermeister(n) - zukunftsorientierte Angebote gestalten und finanzieren" am 20.09.2022 in Dresden

Aufgabe unserer Pflegekräfte ist es, Ihre Selbständigkeit bzw. die Selbständigkeit Ihres Angehörigen trotz Alter, Krankheit oder Behinderung so lange wie möglich zu erhalten. Oft kann dank der häuslichen Pflege eine Heimunterbringung oder ein Krankenhausaufenthalt verkürzt oder ganz vermieden werden. Unsere ambulanten Dienste bieten pflegerische Betreuung, körperbezogene Pflegemaßnahmen und Hilfen zur Haushaltsführung an, die Sie je nach Ihrem individuellem Hilfe- und Pflegebedarf in Anspruch nehmen können.

6 Personen sitzen an einem Tisch, vor ihnen stehen Laptops, Kaffeetassen und liegen Tablets

Die Welt rund um Pflege und Betreuung verändert sich. Im Zuge des demografischen Wandels und der daraus folgenden Realität kommt es zu besonderen Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es gesamtgesellschaftlich bestmöglich zu bewältigen.

Unsere These: Eine angemessene Versorgung wird zukünftig vor allem durch gebündelte Kräfte der Akteure vor Ort gelingen!

Wir laden Sie herzlich ein, sich auf den Weg zu machen, auch Ihr Quartier zu meistern. Beginnen Sie diesen Weg gemeinsam mit uns und lassen Sie sich zu unserem Fachtag „Quartiermeister(n) – Angebote zukunftssicher gestalten und finanzieren“ thematisch einstimmen und für Ihre nächsten Schritte inspirieren.

Wann: 20. September 2022, von 9:00 bis 16:30 Uhr

Wo: Penck Hotel Dresden, Ostra-Allee 33, 01067 Dresden

Teilnahmegebühr: 60 Euro pro Person

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an DRK Einrichtungen der DRK-Kreisverbände des DRK Landesverbandes Sachsen e.V. und kooperierende Mitglieder.

In einem angenehmen Rahmen möchten wir Verantwortlichen und Leitungskräften ein gemeinsames Innehalten und nach vorn Schauen ermöglichen, um bestehende Angebote für die Zukunft zu rüsten bzw. neue Angebote in den Blick zu nehmen. 

Der Fachtag wird gefördert durch die GlücksSpirale und wird in Kooperation mit der gemeinwohlbilanzierten Sozialunternehmung und Brauerei „Quartiermeister - Zum Wohle aller“ durchgeführt.

Die Anmeldung ist bis zum 15. August 2022 mittels diesem Anmeldebogen möglich.

Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme!

  • Tages-Programm

     

    Ab 09:00 Uhr Anmeldung
    09:30 Uhr Beginn der Veranstaltung
    10:00 Uhr Fachvortrag: Inklusiver Sozialraum
    11:30 Uhr Kulinarische Vernetzung
    12:40 Uhr Blitz-Interview mit Workshop-Referentinnen und -Referenten
    13:00 Uhr Parallele Workshops: Inspirationen sammeln
    • Ambulante Pflege neu denken mit Dr. Florian Kiel, Gesellschaft für Gemeinsinn e.V. Leipzig
    • Alternative Wohnformen gestalten mit Nadine Hegewald, Sternenlicht e.V. Glauchau
    • Versorgungsangebote im Quartier managen mit Nicole Kreißl, Quartiersmanagement Dresden-Gorbitz
    • Methoden der Sozialraumanalyse kennenlernen mit Colin Paterson, Lüttringhaus-Institut für Sozialraumorientierung
    14:15 Uhr Impulsvortrag: Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb der Regelfinanzierung mit Mareike Gonzalez, DRK Generalsekretariat
    15:15 Uhr Kaffeeklatsch mit persönlichem Resumé
    15:45 Uhr Reflexionsrunde: Nächste Schritte
    16:30 Uhr Ende der Veranstaltung

     Tagesmoderation: Julia Hartwig-Selmeier

  • Workshop-Programm

    Ab 13:00 Uhr finden parallel vier einstündige Workshops statt. Alle Workshops sind dazu geeignet, Inspirationen für die eigene Praxis zu sammeln und aus erfolgreichen Beispielen zu lernen.

    Bitte entscheiden Sie sich für den Workshop, welcher Sie am meisten anspricht. Bitte nutzen Sie hierfür die folgenden weiteren Informationen. Ein Wechsel der Workshop-Gruppe ist nicht vorgesehen. 


    Workshop 1: Ambulante Pflege neu denken

    Referent: Dr. Florian Kiel (Gesellschaft für Gemeinsinn e.V. Leipzig)
    Moderatorin: Anke Schulz

    QuartierPflege zur Sicherung einer nachbarschaftlichen Grundversorgung in Hauswirtschaft, Fürsorge und Pflege – das ist die Vision des bundesweiten Programms der Gesellschaft für Gemeinsinn. Im Workshop wird dargestellt, wie Nachbarschaften Menschen mit Unterstützungsbedarf so entlasten können, dass Fachkräfte sich auf qualifizierte Tätigkeiten konzentrieren können. Ziel ist es, trotz Fachkraftmangel eine sichere pflegerische Grundversorgung in Deutschland sicherstellen zu können.

     

    Workshop 2: Alternative Wohnformen gestalten

    Referentin: Nadine Hegewald (Sternenlicht e.V. Glauchau)
    Moderatorin: Lydia Matthus

    Alternatives Wohnen mit Pflegebedarf – Was ist beim Blick über den Tellerrand möglich? Im Workshop wird ein Konzept der Einbindung von Senioren-Wohngemeinschaften in ein umfassendes Netzwerk dargestellt. Eine besondere Rolle kommt den Angehörigen zu, welche sich in den Wohngemeinschaften ebenso wohlfühlen sollen wie die Bewohnenden selbst, um gern vor Ort zu sein und dort auch Verantwortung übernehmen zu wollen. Statt ihre Eltern mit schlechtem Gewissen in einer Einrichtung abzugeben, bekommen die Angehörigen hier einfach „eine Großfamilie dazu“. Der mit viel Engagement aufgebaute Verein zeigt, wie mit Vision und ohne Angst vor Hindernissen eine neue Versorgungslandschaft geschaffen werden kann.

     

    Workshop 3: Versorgungsangebote im Quartier managen

    Referentin: Nicole Kreißl (Quartiersmanagement Dresden-Gorbitz)
    Moderatorin: Francesca Klotzsche                    

    Alter ist divers und vielgestaltig. Der Einfluss durch den Lebensort steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Der sozialraumorientierte Blick auf die Versorgungslandschaft kann es ermöglichen, angemessene Konzepte für die Seniorenarbeit entstehen zu lassen. In diesem Workshop wird dies am Beispiel des Quartiers Dresden Gorbitz dargestellt. Soziale Einrichtungen und Träger sind zentrale Akteure in diesem Bereich und dadurch unabdingbar in der Zusammenarbeit auf lokaler Ebene. Gerade unter der Ressourcenknappheit sozialer Einrichtungen kann die Entwicklung einer bedarfsgerechten Angebotsstruktur die Aussicht auf eine erfolgreiche Finanzierung durch Fördermittel attraktiv machen.

     

    Workshop 4: Methoden der Sozialraumanalyse

    Referent: Colin Paterson (Lüttringhaus-Institut für Sozialraumorientierung)
    Moderatorin: Julia Hartwig-Selmeier

    Sozialraumanalysen helfen, den Stadtteil unter einem gewissen Gesichtspunkt zu erkunden, zu analysieren, Bedarfe im Stadtteil zu ermitteln, zu erheben und festzustellen. Damit können Bewohnende, Schlüsselpersonen und Institutionen vor Ort besonders gut kennengelernt werden und der Sozialraum mit anderen Sozialräumen vergleichbar gemacht werden. In diesem Workshop werden diverse Methoden der Sozialraumanalyse vorgestellt, welche Sie anschließend in Ihren Einrichtungen umsetzen können. Der Workshop richtet sich insbesondere an Leitungskräfte bestehender Einrichtungen.